Mit der Erneuerung der Straße am Finkenberg wird eine wichtige Verkehrsverbindung modernisiert. Gleichzeitig handelt es sich um den täglichen Schulweg zur Gesamtschule und zum Landschulheim. Umso unverständlicher ist es, dass im Zuge der Baumaßnahme kein durchgehender Radweg außerhalb der Ortschaft vorgesehen ist.
Viele Schülerinnen und Schüler nutzen das Fahrrad für ihren Schulweg. Ohne einen sicheren Radweg müssen sie sich die Fahrbahn mit Schulbussen im Hin- und Rückverkehr, Elterntaxis sowie den Fahrzeugen der Lehrkräfte teilen. Gerade zu den Schulanfangs- und Schulschlusszeiten entstehen dadurch gefährliche Situationen. Die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen hätte bei dieser Planung oberste Priorität haben müssen.
Besonders bedauerlich ist, dass der Gemeinderat dem Ausbau ohne Radweg zugestimmt hat. Lediglich die SPD-Fraktion konnte dieser Planung nicht zustimmen. Aus unserer Sicht wurde damit die Chance vertan, einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz zu schaffen und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.
Noch unverständlicher wird diese Entscheidung vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig ein neuer Radweg von Tondorf bis zum Gewerbegebiet gebaut wird. Sichere Schulwege dürfen jedoch nicht an den Ortsgrenzen enden.
Wilfried Wutgen
Vorsitzender der SPD im Gemeinderat